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ECTRIMS 2018 – „Hit hard and early“

Prof. Dr. med. Mathias Mäurer

Chefarzt der Klinik für Neurologie und Neurologische Frührehabilitation, Standort Juliusspital, Klinikum Würzburg-Mitte gGmbH

Wie sieht die richtige Therapiestrategie bei MS aus? Diese Diskussion stand ebenfalls im Focus des diesjährigen ECTRIMS Meetings. Angesicht der deutlichen pathologischen Veränderungen und den damit verbundenen Auswirkungen auf die Hirnfunktion, die bereits in den ersten Jahren nach der Diagnosestellung vorhanden sind, vertritt derzeit eine größer werdende Fraktion von MS-Spezialisten die Auffassung, dass man eine MS von Beginn an mit möglichst wirksamen Medikamenten/Therapiestrategien behandeln sollte. (mehr …)

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Infusion

Umstellung von Natalizumab auf Ocrelizumab

Prof. Dr. med. Mathias Mäurer

Chefarzt der Klinik für Neurologie und Neurologische Frührehabilitation, Standort Juliusspital, Klinikum Würzburg-Mitte gGmbH

Tysabri ® (Wirkstoff Natalizumab) ist ein hochwirksames Medikament, hat aber das nicht zu vernachlässigende Problem des PML-Risikos – dieses Statement haben Sie hier ja schon häufiger gelesen. Trotz dieser Ernst zu nehmenden Nebenwirkung vertrete ich den Ansatz, dass man Patienten, die stabil auf Natalizumab eingestellt sind, nicht unkritisch absetzen oder umstellen sollte. Es ist aus ärztlicher Sicht aber keine Frage, dass man einen Therapiewechsel vornehmen sollte, wenn ein JCV-Antikörper positiver Patient Angst vor einer PML äußert und diese Ängste seine Lebensqualität beeinträchtigen. (mehr …)

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MRT_1

MRT und Therapieentscheidung

Prof. Dr. med. Mathias Mäurer

Chefarzt der Klinik für Neurologie und Neurologische Frührehabilitation, Standort Juliusspital, Klinikum Würzburg-Mitte gGmbH

Ich hatte ja neulich zum Thema Kortison bei MRT-Veränderungen geschrieben. Die Kommentare zu dem Blog waren so interessant, dass ich sie noch einmal aufgreifen und kommentieren möchte. (mehr …)

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PML-JC Virus

„Extended Dosing“ bei Natalizumab – eine sinnvolle Strategie zur Senkung des PML-Risikos?

Prof. Dr. med. Mathias Mäurer

Chefarzt der Klinik für Neurologie und Neurologische Frührehabilitation, Standort Juliusspital, Klinikum Würzburg-Mitte gGmbH

Tysabri® (Natalizumab) ist ohne Zweifel ein sehr wirksames und auch gut verträgliches Medikament zur Behandlung der aktiven Multiplen Sklerose. Sehr viele Patienten haben in der Vergangenheit von der Behandlung profitiert und waren mit der Wirkung und dem individuellen Therapieerfolg zufrieden. Leider hat Natalizumab eine ganz wesentliche und schwerwiegende Nebenwirkung – Patienten mit positivem JC-Virus-Nachweis im Blut tragen das Risiko einer progressiven multifokalen Leukenzephalopathie (PML) durch das JC-Virus. (mehr …)

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MRT_1

Kortison bei MR Veränderungen?

Prof. Dr. med. Mathias Mäurer

Chefarzt der Klinik für Neurologie und Neurologische Frührehabilitation, Standort Juliusspital, Klinikum Würzburg-Mitte gGmbH

Ich habe schon häufiger über die Rolle des MRT geschrieben. In der Realität erlebe ich häufig ein Unterscheidungsproblem zwischen klinischen Reiz- und Ausfallerscheinungen (= MS-Schub) und Veränderungen im MRT (neue Läsionen). (mehr …)

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immunsystem_bakterien

„Blutwäsche“ bei MS?!

Prof. Dr. med. Mathias Mäurer

Chefarzt der Klinik für Neurologie und Neurologische Frührehabilitation, Standort Juliusspital, Klinikum Würzburg-Mitte gGmbH

Wenn über „Blutwäsche“ bei MS gesprochen wird, so sind damit bestimmte Plasmaaustauschverfahren gemeint, die bei schweren MS-Schüben zum Einsatz kommen können, wenn man mit Kortison keinen ausreichenden Effekt erzielt hat. (mehr …)

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Medikamente

Zulassung von Daclizumab zurückgezogen

Prof. Dr. med. Mathias Mäurer

Chefarzt der Klinik für Neurologie und Neurologische Frührehabilitation, Standort Juliusspital, Klinikum Würzburg-Mitte gGmbH

Vor kurzem hat die Firma Biogen in Absprache mit der europäischen Arzneimittelagentur (EMA) die Zulassung des MS-Medikamentes Daclizumab zurückgezogen. Der Hintergrund war, dass es neben einem Todesfall aufgrund einer autoimmunen Leberentzündung, der schon zu einer Indikationsbeschränkung der Substanz geführt hat, nun zu Fällen von Hirnentzündungen gekommen ist, die ursächlich auf das Medikament zurückgeführt wurden. Angesichts dieser Ereignisse war die Nutzen-Risiko-Bewertung für das Präparat negativ, auch vor dem Hintergrund ausreichender Therapiealternativen zur Behandlung der schubförmigen MS. (mehr …)

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Medikamente

Induktion versus Eskalation – was ist das vielversprechendere Regime

Prof. Dr. med. Mathias Mäurer

Chefarzt der Klinik für Neurologie und Neurologische Frührehabilitation, Standort Juliusspital, Klinikum Würzburg-Mitte gGmbH

Mit der Verfügbarkeit zelldepletierender Antikörper wie Alemtuzumab oder auch Ocrelizumab kommt immer häufiger die Frage auf, ob wir unsere Strategie zur Behandlung der MS ändern müssen. (mehr …)

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Entzündungsaktivität

….. und was ist mit der sekundär chronisch-progredienten Multiplen Sklerose?

Prof. Dr. med. Mathias Mäurer

Chefarzt der Klinik für Neurologie und Neurologische Frührehabilitation, Standort Juliusspital, Klinikum Würzburg-Mitte gGmbH

Das ist allerdings eine ziemlich berechtigte Frage. Denn im Gegensatz zu der „relativ“ seltenen primär chronisch progredienten MS (PPMS) sind die meisten MS-Betroffenen mit einem chronisch progredienten Verlauf der Gruppe der sekundär chronisch progredienten MS zuzurechnen. Mit „sekundär chronisch progredienter MS“ (SPMS) bezeichnet man das Stadium, das nach individuell unterschiedlicher Zeit viele Patienten mit schubförmiger MS erreichen, vor allem, wenn die Kontrolle der ZNS-Entzündung über lange Zeit suboptimal verlaufen ist. Es ist die Phase der Erkrankung, in der durchaus noch Schübe vorkommen können (aber wesentlich seltener) und in der eine langsame Verschlechterung der neurologischen Ausfälle im Vordergrund steht. Also eine Entwicklung, die wir bei jedem MS-Patienten, der schubförmig beginnt, verhindern wollen…
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Das Monitoring unter Alemtuzumab ist essentiell …

Prof. Dr. med. Mathias Mäurer

Chefarzt der Klinik für Neurologie und Neurologische Frührehabilitation, Standort Juliusspital, Klinikum Würzburg-Mitte gGmbH

Aktuell erregt ein Bericht über einen Todesfall aufgrund einer Kleinhirnblutung nach Gabe des MS Medikamentes Alemtuzumab Aufmerksamkeit. Der Fall ereignete sich zwar schon im Dezember 2016 und war in Fachkreisen auch länger bekannt, angesichts der aktuellen Berichte halte ich es aber für sinnvoll, den Fall noch einmal im Kontext der Behandlung mit Alemtuzumab anzusprechen. (mehr …)

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