PML-JC Virus

„Extended Dosing“ bei Natalizumab – eine sinnvolle Strategie zur Senkung des PML-Risikos?

Prof. Dr. med. Mathias Mäurer

Chefarzt der Klinik für Neurologie, Klinikum Würzburg-Mitte

Tysabri® (Natalizumab) ist ohne Zweifel ein sehr wirksames und auch gut verträgliches Medikament zur Behandlung der aktiven Multiplen Sklerose. Sehr viele Patienten haben in der Vergangenheit von der Behandlung profitiert und waren mit der Wirkung und dem individuellen Therapieerfolg zufrieden. Leider hat Natalizumab eine ganz wesentliche und schwerwiegende Nebenwirkung – Patienten mit positivem JC-Virus-Nachweis im Blut tragen das Risiko einer progressiven multifokalen Leukenzephalopathie (PML) durch das JC-Virus. (mehr …)

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MRT_1

Kortison bei MR Veränderungen?

Prof. Dr. med. Mathias Mäurer

Chefarzt der Klinik für Neurologie, Klinikum Würzburg-Mitte

Ich habe schon häufiger über die Rolle des MRT geschrieben. In der Realität erlebe ich häufig ein Unterscheidungsproblem zwischen klinischen Reiz- und Ausfallerscheinungen (= MS-Schub) und Veränderungen im MRT (neue Läsionen). (mehr …)

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Medikamente

Zulassung von Daclizumab zurückgezogen

Prof. Dr. med. Mathias Mäurer

Chefarzt der Klinik für Neurologie, Klinikum Würzburg-Mitte

Vor kurzem hat die Firma Biogen in Absprache mit der europäischen Arzneimittelagentur (EMA) die Zulassung des MS-Medikamentes Daclizumab zurückgezogen. Der Hintergrund war, dass es neben einem Todesfall aufgrund einer autoimmunen Leberentzündung, der schon zu einer Indikationsbeschränkung der Substanz geführt hat, nun zu Fällen von Hirnentzündungen gekommen ist, die ursächlich auf das Medikament zurückgeführt wurden. Angesichts dieser Ereignisse war die Nutzen-Risiko-Bewertung für das Präparat negativ, auch vor dem Hintergrund ausreichender Therapiealternativen zur Behandlung der schubförmigen MS. (mehr …)

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Entzündungsaktivität

….. und was ist mit der sekundär chronisch-progredienten Multiplen Sklerose?

Prof. Dr. med. Mathias Mäurer

Chefarzt der Klinik für Neurologie, Klinikum Würzburg-Mitte

Das ist allerdings eine ziemlich berechtigte Frage. Denn im Gegensatz zu der „relativ“ seltenen primär chronisch progredienten MS (PPMS) sind die meisten MS-Betroffenen mit einem chronisch progredienten Verlauf der Gruppe der sekundär chronisch progredienten MS zuzurechnen. Mit „sekundär chronisch progredienter MS“ (SPMS) bezeichnet man das Stadium, das nach individuell unterschiedlicher Zeit viele Patienten mit schubförmiger MS erreichen, vor allem, wenn die Kontrolle der ZNS-Entzündung über lange Zeit suboptimal verlaufen ist. Es ist die Phase der Erkrankung, in der durchaus noch Schübe vorkommen können (aber wesentlich seltener) und in der eine langsame Verschlechterung der neurologischen Ausfälle im Vordergrund steht. Also eine Entwicklung, die wir bei jedem MS-Patienten, der schubförmig beginnt, verhindern wollen…
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Das Monitoring unter Alemtuzumab ist essentiell …

Prof. Dr. med. Mathias Mäurer

Chefarzt der Klinik für Neurologie, Klinikum Würzburg-Mitte

Aktuell erregt ein Bericht über einen Todesfall aufgrund einer Kleinhirnblutung nach Gabe des MS Medikamentes Alemtuzumab Aufmerksamkeit. Der Fall ereignete sich zwar schon im Dezember 2016 und war in Fachkreisen auch länger bekannt, angesichts der aktuellen Berichte halte ich es aber für sinnvoll, den Fall noch einmal im Kontext der Behandlung mit Alemtuzumab anzusprechen. (mehr …)

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Gilenya – Lymphozytenwerte in der klinischen Praxis

Prof. Dr. med. Mathias Mäurer

Chefarzt der Klinik für Neurologie, Klinikum Würzburg-Mitte

Auch bei der Überwachung des Wirkstoffs Fingolimod (Gilenya) spielen die Lymphozytenwerte eine wichtige Rolle. Hier liegen aber ganz andere Überlegungen als bei Dimethylfumarat (Tecfidera – Lymphozytenwerte in der klinischen Praxis vom 30. März 2017) zugrunde.   (mehr …)

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Cladribin – eine neue Option bei schubförmiger MS

Prof. Dr. med. Mathias Mäurer

Chefarzt der Klinik für Neurologie, Klinikum Würzburg-Mitte

Am 25. August 2017, hat die europäische Arzneimittelkommission EMA den Wirkstoff Cladribin unter dem Handelsnamen MAVENCLAD® zur Behandlung der schubförmigen Multiplen Sklerose (MS) bei Patienten mit hoher Krankheitsaktivität zugelassen. (mehr …)

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