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Das motorische System

Prof. Dr. med. Mathias Mäurer

Chefarzt der Klinik für Neurologie, Klinikum Würzburg-Mitte

Störungen im motorischen System sind bei MS häufig – sie führen zu einer Muskelschwäche der Extremitäten und dadurch zu Einschränkungen der Mobilität. Da die MS eine Erkrankung ist, die ausschließlich das zentrale Nervensystem (ZNS) betrifft, sind nicht alle Anteile des motorischen Systems betroffen – es finden sich in der Regel Störungen des zentralen Abschnitts des motorischen Systems, den wir auch als 1. Motoneuron bezeichnen. Daher finden sich bei MS-Patienten – wenn eine entzündliche Läsion das motorische System betrifft – sogenannte „zentrale Paresen“ (=spastische Paresen), die sich deutlich von „peripheren Paresen“ unterscheiden. (mehr …)

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Kortison bei MR Veränderungen?

Prof. Dr. med. Mathias Mäurer

Chefarzt der Klinik für Neurologie, Klinikum Würzburg-Mitte

Ich habe schon häufiger über die Rolle des MRT geschrieben. In der Realität erlebe ich häufig ein Unterscheidungsproblem zwischen klinischen Reiz- und Ausfallerscheinungen (= MS-Schub) und Veränderungen im MRT (neue Läsionen). (mehr …)

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Neuroborreliose

Prof. Dr. med. Mathias Mäurer

Chefarzt der Klinik für Neurologie, Klinikum Würzburg-Mitte

In Deutschland existiert eine diffuse Angst vor (Neuro)Borreliose, also einer Erkrankung, die durch das Bakterium Borrelia burgdorferi, das im Verdauungstrakt von Zecken lebt, übertragen wird. Die Borreliose gilt als „unheimliche“ Erkrankung, die für eine Vielzahl von Störungen verantwortlich sein soll. Nicht wenige Patienten glauben daher, bei ihnen sei eine Borreliose übersehen worden – eine Angst, die auch bei vielen MS Patienten verbreitet ist. (mehr …)

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24. bis 26. Oktober, Stuttgart: 40 Jahre AMSEL, Jubiläumssymposium

Fatigue und MS

Prof. Dr. med. Mathias Mäurer

Chefarzt der Klinik für Neurologie, Klinikum Würzburg-Mitte

MS-Erkrankte leiden sehr häufig unter einer zum Teil sehr stark behindernden körperlichen und geistigen Erschöpfbarkeit, die im klinischen Alltag mit dem Begriff „Fatigue“ bezeichnet wird. Trotz ihrer Bedeutung für viele MS-Patienten ist die „Fatigue“ nicht gut definiert, was damit zusammenhängen mag, dass ihre Abgrenzung gegenüber „Einschränkungen der Kognition“ und der „Depression“ – ebenfalls zwei sehr häufige Symptome bei MS – im Einzelfall schwierig sein kann. (mehr …)

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Blasenfunktionsstörungen: Die spastische Blase – ein häufiges Problem der frühen MS

Prof. Dr. med. Mathias Mäurer

Chefarzt der Klinik für Neurologie, Klinikum Würzburg-Mitte

Blasenfunktionsstörungen zählen zu den häufigsten und vielleicht auch zu den am häufigsten unterschätzten Symptomen der MS. Man kann davon ausgehen, dass bis zu 80% der MS-Betroffenen im Verlauf der Erkrankung Probleme mit der Blase entwickeln und dies geht häufig mit einer deutlichen Einschränkung der Lebensqualität einher. (mehr …)

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Schlafstörungen bei MS

Prof. Dr. med. Mathias Mäurer

Chefarzt der Klinik für Neurologie, Klinikum Würzburg-Mitte

Über den Schlaf von MS-Erkrankten wird in der Praxis eher weniger gesprochen – obwohl Schlafstörungen ein nicht zu unterschätzendes Problem darstellen und wahrscheinlich häufiger anzutreffen sind, als gemeinhin vermutet wird. Daher möchte ich diesem Thema ein paar Zeilen widmen. (mehr …)

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Medikamentöse Therapie der Spastik

Prof. Dr. med. Mathias Mäurer

Chefarzt der Klinik für Neurologie, Klinikum Würzburg-Mitte

Spastik ist ein Symptom, unter dem viele MS-Patienten leiden. Aber – was ist eigentlich eine Spastik? Das ist gar nicht so einfach in wenigen Worten zu erklären: Spastik resultiert aus der Enthemmung von Reflexbögen aufgrund von entzündlichen Läsionen in den motorischen Bahnsystemen von Gehirn und Rückenmark. Dadurch kommt es zu gesteigerten Muskeldehnungsreflexen, was bei Patienten zu einer Zunahme des Muskeltonus führt – diese Tonuszunahme ist meist geschwindigkeitsabhängig, d.h. je schneller ich einen Muskel dehne, desto höher wird der Muskeltonus, bzw. umso steifer wird die Muskulatur, was dann auch zu einer verminderten Kraft- und Ausdauerleistung führt. Die Erhöhung des Muskeltonus kann permanent vorhanden sein, aber auch intermittierend als einschießende Spastik auftreten. Nicht selten ist die Spastik schmerzhaft und resultiert in einer erheblichen Beeinträchtigung der Lebensqualität. Dementsprechend ist eine effektive symptomatische Therapie der Spastik von großer Bedeutung. (mehr …)

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Cannabis – wie ist der aktuelle Stand?

Prof. Dr. med. Mathias Mäurer

Chefarzt der Klinik für Neurologie, Klinikum Würzburg-Mitte

Vor kurzem waberte wieder die Diskussion um die Legalisierung von Cannabis (lat. für Hanf) durch die politischen Lager. Wenn sich Interessensgruppen für die Legalisierung von Cannabis aussprechen, wird in der Regel die Multiple Sklerose bemüht. Die mögliche Wirkung von Cannabis bei MS gilt dabei als wichtiges Pro-Argument. (mehr …)

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