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Das motorische System

Prof. Dr. med. Mathias Mäurer

Chefarzt der Klinik für Neurologie, Klinikum Würzburg-Mitte

Störungen im motorischen System sind bei MS häufig – sie führen zu einer Muskelschwäche der Extremitäten und dadurch zu Einschränkungen der Mobilität. Da die MS eine Erkrankung ist, die ausschließlich das zentrale Nervensystem (ZNS) betrifft, sind nicht alle Anteile des motorischen Systems betroffen – es finden sich in der Regel Störungen des zentralen Abschnitts des motorischen Systems, den wir auch als 1. Motoneuron bezeichnen. Daher finden sich bei MS-Patienten – wenn eine entzündliche Läsion das motorische System betrifft – sogenannte „zentrale Paresen“ (=spastische Paresen), die sich deutlich von „peripheren Paresen“ unterscheiden. (mehr …)

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Vitamin D – das Coimbra Protokoll

Prof. Dr. med. Mathias Mäurer

Chefarzt der Klinik für Neurologie, Klinikum Würzburg-Mitte

Ich denke es besteht eine allgemeine Übereinstimmung, dass Vitamin D bei MS von Interesse ist. Studien haben Vitamin D als wichtigen Umweltfaktor identifiziert und legen einen Zusammenhang zwischen Vitamin D und Autoimmunität nahe – wobei dieser Zusammenhang noch nicht vollständig verstanden ist. (mehr …)

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Sonne

Strategien gegen die Sommerhitze

Prof. Dr. med. Mathias Mäurer

Chefarzt der Klinik für Neurologie, Klinikum Würzburg-Mitte

Heiße Sommertage sind eine Herausforderung für viele MS-Kranke. Bereits gesunde Menschen leiden unter den warmen Temperaturen, fühlen sich schlapp und leistungsgemindert. MS-Erkrankte leiden häufig noch deutlicher unter dieser Leistungsminderung. Darüber hinaus kann das sogenannte Uhthoff-Phänomen dazu führen, dass körperliche Symptome verstärkt wahrgenommen werden. So kann z.B. eine spastische Gangstörung, die bei normalen Temperaturen allenfalls gering ausgeprägt ist, bei großer Hitze die Gehfähigkeit deutlich beeinträchtigen. Aus diesem Grund sind Strategien, die das Uhthoff-Phänomen abmildern, mehr als willkommen. (mehr …)

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In Sachen MS-Docblog

Prof. Dr. med. Mathias Mäurer

Chefarzt der Klinik für Neurologie, Klinikum Würzburg-Mitte

Der MS-Docblog wurde ohne Vorwarnung offline gestellt und es erreichten mich Mails, die zeigen, dass der Blog vermisst wurde. Ich habe mich natürlich sehr gefreut, dass der Blog vermisst wurde. Das zeigt ja vor allem eine interessierte Leserschaft. Nun bin ich froh, dass der MS-Docblog wieder online gestellt werden konnte. (mehr …)

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Die neuen McDonald Kriterien

Prof. Dr. med. Mathias Mäurer

Chefarzt der Klinik für Neurologie, Klinikum Würzburg-Mitte

Im Jahr 2017 wurden die Diagnosekriterien der MS, die sog. McDonald Kriterien, durch ein internationales Expertengremium revidiert. Die Revision wurde Anfang 2018 in Lancet Neurology publiziert (Thompson et al. Lancet Neurol 2018; 17: 162–73). Revision der Diagnosekriterien – das klingt erst einmal nach einem wichtigen Thema. Ich glaube aber, die tatsächliche Bedeutung der aktuellen Revision für Patienten dürfte sich in Grenzen halten. (mehr …)

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Entzündungsaktivität

….. und was ist mit der sekundär chronisch-progredienten Multiplen Sklerose?

Prof. Dr. med. Mathias Mäurer

Chefarzt der Klinik für Neurologie, Klinikum Würzburg-Mitte

Das ist allerdings eine ziemlich berechtigte Frage. Denn im Gegensatz zu der „relativ“ seltenen primär chronisch progredienten MS (PPMS) sind die meisten MS-Betroffenen mit einem chronisch progredienten Verlauf der Gruppe der sekundär chronisch progredienten MS zuzurechnen. Mit „sekundär chronisch progredienter MS“ (SPMS) bezeichnet man das Stadium, das nach individuell unterschiedlicher Zeit viele Patienten mit schubförmiger MS erreichen, vor allem, wenn die Kontrolle der ZNS-Entzündung über lange Zeit suboptimal verlaufen ist. Es ist die Phase der Erkrankung, in der durchaus noch Schübe vorkommen können (aber wesentlich seltener) und in der eine langsame Verschlechterung der neurologischen Ausfälle im Vordergrund steht. Also eine Entwicklung, die wir bei jedem MS-Patienten, der schubförmig beginnt, verhindern wollen…
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Schaubild PPMS

Primär chronisch progrediente multiple Sklerose

Prof. Dr. med. Mathias Mäurer

Chefarzt der Klinik für Neurologie, Klinikum Würzburg-Mitte

Die Krankheitsverläufe der Multiplen Sklerose unterteilen wir traditionell in die schubförmige, sekundär chronisch progrediente und primär chronisch progrediente Multiple Sklerose. Als sekundär chronisch progredient bezeichnet man einen Krankheitsverlauf, der initial schubförmig begonnen hat, dann aber nach einigen Jahren durch eine Progression der Behinderung auch unabhängig von Schüben gekennzeichnet ist. Hingegen beschreibt die primär chronisch progrediente Multiple Sklerose (PPMS) einen von Anfang an progredienten Verlauf ohne Schübe. (mehr …)

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