Medikamente

Medikament vergessen – wie handle ich richtig?

Prof. Dr. med. Mathias Mäurer

Chefarzt der Klinik für Neurologie und Neurologische Frührehabilitation, Standort Juliusspital, Klinikum Würzburg-Mitte gGmbH

Häufig wird ein Medikament einfach unabsichtlich vergessen. Dann stellt sich Frage, wie man sich richtig verhält. Wie schon gesagt, ist das sporadische Vergessen einer Tablette oder einer Spritze kein Drama. Es sollte dann aber nicht versucht werden, die verpasste Einnahme dadurch zu beheben, indem man beim nächsten Mal die doppelte Dosis einnimmt. Stattdessen sollte man einfach das geplante Einnahmeschema weiter fortsetzen. (mehr …)

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Medikamente

Medikament vergessen?!

Prof. Dr. med. Mathias Mäurer

Chefarzt der Klinik für Neurologie und Neurologische Frührehabilitation, Standort Juliusspital, Klinikum Würzburg-Mitte gGmbH

Die meisten MS-Medikamente müssen regelmäßig angewendet werden – da kann es immer mal wieder vorkommen, dass ein Medikament vergessen wird. Ist das eigentlich ein Problem? Und wie verhält man sich „richtig“ wenn man mal eine Dosis vergessen hat? (mehr …)

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Männer, Medikamente und Kinderwunsch

Prof. Dr. med. Mathias Mäurer

Chefarzt der Klinik für Neurologie und Neurologische Frührehabilitation, Standort Juliusspital, Klinikum Würzburg-Mitte gGmbH

Ich hatte ja am 09.01.2019 einen Artikel über MS-Medikamente in der Schwangeschaft online gestellt. Hierzu fand sich der Kommentar „Gut zu Wissen, aber was ist mit den Herren?“ von Faxe, der natürlich vollkommen recht hat – die Beratung von Männern fällt bei diesem Thema immer etwas hinten runter.  (mehr …)

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Sehnerv_MS verstehen

Die Neuromyelitis optica (NMO)

Prof. Dr. med. Mathias Mäurer

Chefarzt der Klinik für Neurologie und Neurologische Frührehabilitation, Standort Juliusspital, Klinikum Würzburg-Mitte gGmbH

„Könnte es nicht eine NMO sein, vielleicht habe ich gar keine MS“, fragte mich energisch die junge Patientin beim Gespräch über ihre Krankheitsgeschichte. Diese Frage bekomme ich seit einiger Zeit häufiger gestellt – und das ist ein sicheres Zeichen dafür, dass die Existenz dieser Erkrankung mittlerweile bei den Patienten angekommen ist. (mehr …)

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Berufswahl mit MS

Prof. Dr. med. Mathias Mäurer

Chefarzt der Klinik für Neurologie und Neurologische Frührehabilitation, Standort Juliusspital, Klinikum Würzburg-Mitte gGmbH

Die MS wird durch die flächendeckende Verfügbarkeit des MRT, größere „Awareness“ bei Ärzten und Patienten und sensitiveren Diagnosekriterien immer früher diagnostiziert. Häufig wird die Diagnose in der Ausbildung oder im Studium, oder zu mindestens noch vor der endgültigen Festlegung auf einen Beruf gestellt. Und daher werde ich auch häufiger mit der Frage nach der Berufswahl mit MS konfrontiert. (mehr …)

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Fragezeichen

Ist Bequemlichkeit ein Argument ….

Prof. Dr. med. Mathias Mäurer

Chefarzt der Klinik für Neurologie und Neurologische Frührehabilitation, Standort Juliusspital, Klinikum Würzburg-Mitte gGmbH

Ich habe neulich eine junge Patientin beraten – sie ist kürzlich volljährig geworden, es war ihre erste Vorstellung in der Erwachsenenneurologie. Ihre MS hatte schon im 15. Lebensjahr begonnen. Damals erfolgte die Betreuung durch eine Kinderklink. Man hatte ihr Interferon-beta 1a (Rebif) zur Immuntherapie verordnet, sicherlich auch deswegen, weil für diese Substanz eine Zulassungserweiterung für die Behandlung von Kindern vorliegt. Das ist bei nicht volljährigen Patienten immer ein wesentliches Argument bei der Auswahl der Therapie und die Rechtslage ist für Ärzte durchaus ein wichtiger Punkt.

Nun soll es hier nicht um die Zulassung von Medikamenten im Kindesalter gehen, sondern eher darum, dass die 3x wöchentliche Applikation eines Interferons nicht komfortabel ist  – erst recht für Teenager, die ja durchaus andere Dinge im Kopf haben als die Therapie einer chronischen Erkrankung . Die Interferontherapie hatte bei meiner jungen Patientin keine optimale Wirkung gezeigt, die Folge-MRTs hatten immer wieder neue Herdsetzungen gezeigt und klinisch fanden sich Hinweise auf (milde) sensible Schübe.

Während des Beratungsgespräches habe ich sie gefragt, wohl wissend, wie herausfordernd das Spritzen sein kann, ob sie das Präparat überhaupt regelmäßig einnimmt. Nach einigem Zögern (ihre Mutter war mit anwesend) räumte sie ein, das sie die Medikation hin- und wieder auslasse, bzw. auch mal „Pausen“ einlege – sie treibe dafür viel Sport, hätte ihre Ernährung umgestellt und nehme Vitamine.

Aus meiner Sicht ist das eine vorsichtige Umschreibung dafür, dass sie möglicherweise jede Gelegenheit nutzt, das Medikament nicht zu nehmen – und dementsprechend kann es natürlich auch nicht so wirken, wie es wirken soll. Meine Patientin ist auch kein Einzelfall, sondern wahrscheinlich eher die Regel, denn aus klinischen Erhebungen wissen wir, dass die Adhärenz bei vielen MS-Medikamenten nicht besonders gut ist.

Wie soll man jetzt mit der Situation umgehen? Natürlich könnte man alles so belassen, den Zeigefinger heben und fordern, dass das Medikament regelmäßig eingenommen werden muss. Das würde aber wahrscheinlich nichts bringen, und womöglich langfristig auch dazu führen, dass sich meine junge Patientin von der konventionellen Therapie der MS abwendet. Eine solche Situation würde niemandem gerecht.

Dementsprechend ist es wesentlich sinnvoller, unter dem großen Angebot der aktuellen MS-Therapien tatsächlich das Medikament herauszusuchen, das für den individuellen Patienten am erträglichsten ist. Ein Medikament, das „bequem“ ist, das problemlos in den Alltag integriert werden kann und nicht ständig Erinnerungen an eine chronische Erkrankung hervorruft.

Und deswegen ist die Antwort auf die Eingangsfrage auch ein klares „ja“. Bequemlichkeit ist mit ein adäquates Argument für oder gegen eine Therapie. Patienten mit MS, egal wie jung oder wie alt, dürfen, ja müssen einfordern, dass die Bequemlichkeit einer Therapie bei der Auswahl mit berücksichtigt wird – wobei jeder Mensch „Bequemlichkeit“ individuell definieren kann und darf. Eine wichtige Aufgabe des Arztes ist es, den Weg zu einem individuell „passenden“ Medikament zu ebnen (selbstverständlich unter Abwägung des Risiko-Nutzen-Verhältnisses). Denn niemand hat etwas davon, wenn viel Geld für Medikamente ausgegeben wird, die in irgendeiner Schublade landen – und schon gar nicht von Patienten, die aufgrund unzureichender Behandlung Behinderungen entwickeln.

Fazit: Die „Bequemlichkeit“, oder wie man neudeutsch sagt die „Convenience“ eines Medikamentes, steht für mich bei der Auswahl der Therapie gleichberechtigt neben Wirkung und Sicherheit

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Frohe Weihnachten und ein glückliches neues Jahr

Prof. Dr. med. Mathias Mäurer

Chefarzt der Klinik für Neurologie und Neurologische Frührehabilitation, Standort Juliusspital, Klinikum Würzburg-Mitte gGmbH

Nun ist 2018 schon fast wieder vorbei und Weihnachten und der Jahreswechsel stehen vor der Tür.  MS-DocBlog wird 2019 in sein fünftes Jahr gehen und ich bin mir ziemlich sicher, dass es an neuen interessanten Themen nicht mangeln wird.

Insbesondere macht es mir Freude, auf Ihre Wünsche und Anregungen einzugehen, daher nutzen Sie gerne die Kommentarfunktion und schreiben Sie Ihre Gedanken auf. Auch wenn ich es nicht schaffe, die Kommentare direkt zu beantworten, so lese ich sie doch mit Interesse und sie sind häufig Anregungen für neue Beiträge.
Sparen Sie auch nicht mit Kritik (so lange sie nicht diffamierend und unqualifiziert ist), denn die Kritik hilft mir, bestimmte Sachverhalte besser zu verstehen und einschätzen zu können.

Also, ich freue mich darauf, auch 2019 wieder spannende wissenschaftliche Entwicklungen zu kommentieren, Alltagsfragen zu beantworten und Ihnen Tips und Anregungen rund um das Thema MS und MS-Therapie zu geben.

Damit möchte ich Ihnen und Ihren Familien ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein frohes und gesundes neues Jahr zu wünschen. Kommen Sie gut in das Jahr 2019 und bleiben Sie DocBlog treu.

Ihr Mathias Mäurer

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Urlaub

Was kann ich sonst noch machen …

Prof. Dr. med. Mathias Mäurer

Chefarzt der Klinik für Neurologie und Neurologische Frührehabilitation, Standort Juliusspital, Klinikum Würzburg-Mitte gGmbH

Das ist eine Frage, die Patienten häufig stellen. Ihnen ist zwar klar, dass sie ein spezifisches MS-Medikament benötigen, aber meist besteht der Wunsch, noch etwas Zusätzliches zu tun – aus eigenem Antrieb und unter eigener Kontrolle. Hier werden dann Themen wie Ernährung, Nahrungsergänzungsmittel, bestimmte Diäten oder Trainingsprogramme nachgefragt. (mehr …)

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Grippeimfung – jetzt wäre eine gute Zeit…

Prof. Dr. med. Mathias Mäurer

Chefarzt der Klinik für Neurologie und Neurologische Frührehabilitation, Standort Juliusspital, Klinikum Würzburg-Mitte gGmbH

Nach dem außergewöhnlichem Sommer 2018 beginnt jetzt doch unaufhaltsam die Herbst- und Winterzeit und dementsprechend steigt auch das Risiko für Infektions- und Erkältungskrankheiten. Insbesondere beginnt aber auch wieder die Zeit, in der das Risiko für eine saisonale Grippeerkrankung steigt. (mehr …)

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Forschung

Fake Science

Prof. Dr. med. Mathias Mäurer

Chefarzt der Klinik für Neurologie und Neurologische Frührehabilitation, Standort Juliusspital, Klinikum Würzburg-Mitte gGmbH

Derzeit wird dieses Phänomen sowohl in den Printmedien als auch in diversen Politmagazinen im Fernsehen diskutiert. Erst neulich gab es in der ARD eine Reportage, die man in der Mediathek noch abrufen kann (https://www.tagesschau.de/inland/fakescience-101.html). Wirklich eine sehenswerte Dokumentation und wirklich unglaublich, was dort zu sehen und zu hören ist – ich bin jetzt noch fassungslos. (mehr …)

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