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Neues vom ECTRIMS – Krankheitsprogression – PIRA (progression independent of relapse activity)

Prof. Dr. med. Mathias Mäurer

Chefarzt der Klinik für Neurologie und Neurologische Frührehabilitation, Standort Juliusspital, Klinikum Würzburg-Mitte gGmbH

In klinischen Studien MS-Studien wird die Krankheitsprogression in der Regel anhand der Zunahme des EDSS-Wertes gemessen. Nun kann eine Zunahme des EDSS-Wertes in der Folge eines klinischen Schubes auftreten. Nehmen sie z.B. einen Schub mit einer schweren Sehnervenentzündung, die sich nur inkomplett zurückbildet und eine Sehstörung als Behinderung zurücklässt. In diesem Fall ist die Zunahme der Behinderung rein schubabhängig. Alternativ kann es aber auch zu einer Zunahme der Behinderung unabhängig von Schüben kommen. Und in der Tat berichten nicht wenige Patienten, vor allem in späteren Erkrankungsphasen, von einer Zunahme der Behinderung auch trotz der Behandlung mit einem MS-Medikament. (mehr …)

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Schmalzbrot

Neues vom ECTRIMS 2020 – Übergewicht als Risikofaktor

Prof. Dr. med. Mathias Mäurer

Chefarzt der Klinik für Neurologie und Neurologische Frührehabilitation, Standort Juliusspital, Klinikum Würzburg-Mitte gGmbH

Das diesjährige Meeting des European Committee for Treatment and Research in Multiple Sclerosis (ECTRIMS) fand vom 11. bis 13. September 2020 und am 26. September 2020 – erstmals aufgrund der Corona-Pandemie komplett virtuell – statt. Die ECTRIMS Tagung (in diesem Jahr auch als Joint Meeting mit den amerikanischen Kollegen) ist der wichtigste wissenschaftliche MS-Kongress und der Impulsgeber im Hinblick auf Grundlagenforschung, Diagnostik und Therapie bei Multipler Sklerose. In mehr als 1.000 Vorträgen und Postern wurden die aktuellsten Themen und Strömungen bei MS in den Fokus genommen. Angesichts der Fülle von Daten ist es natürlich schwierig bis unmöglich, einen umfassenden Überblick über die derzeitigen Forschungsaktivitäten zu geben. Ich möchte mich daher auf einige Themen konzentrieren, von denen ich glaube, dass sie richtungsweisend sind und in Zukunft wahrscheinlich intensiv diskutiert werden.

In diesem Beitrag werde ich noch kurz auf das Thema „Risikofaktor Übergewicht“ eingehen. Es werden dann noch Beiträge zu den Themen Krankheitsprogression, Prodromalstadium der MS und Biomarker folgen. Außerdem gab es am letzten Tag der ECTRIMS noch ein Sondersymposium zum Thema MS und COVID19, über dessen Ergebnisse ich bereits berichtet habe. (mehr …)

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MS-Medikamente

Neues vom ECTRIMS 2020 – MS-Management zu Zeiten von COVID19

Prof. Dr. med. Mathias Mäurer

Chefarzt der Klinik für Neurologie und Neurologische Frührehabilitation, Standort Juliusspital, Klinikum Würzburg-Mitte gGmbH

Am letzten Tag des virtuellen ECTRIMS-Meetings widmete sich eine komplette Session den aktuellen Entwicklungen bei MS und COVID19. Mit großem Interesse werden derzeit die Updates der rund um den Globus durchgeführten Fallkontrollstudien zum Outcome von MS-Patienten mit COVID19 Erkrankung verfolgt. Einschränkend ist allerdings zu sagen, dass es sich immer noch um relativ geringe Zahlen handelt, insbesondere wenn Subgruppen mit unterschiedlichen Behandlungen betrachtet werden. (mehr …)

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Impfungen und Immuntherapie bei MS

Prof. Dr. med. Mathias Mäurer

Chefarzt der Klinik für Neurologie und Neurologische Frührehabilitation, Standort Juliusspital, Klinikum Würzburg-Mitte gGmbH

Es existiert mittlerweile eine große Anzahl unterschiedlicher MS-Therapeutika. Bei der Auswahl der Therapie spielt es mittlerweile auch eine gewisse Rolle, ob und gegen welche Erreger geimpft werden sollte. Insbesondere in Erwartung einer COVID19-Impfung wird dies von vielen Patienten nachgefragt. (mehr …)

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Spritze

Impfung und MS

Prof. Dr. med. Mathias Mäurer

Chefarzt der Klinik für Neurologie und Neurologische Frührehabilitation, Standort Juliusspital, Klinikum Würzburg-Mitte gGmbH

Infektionserkrankungen können über den Mechanismus des sog. „molecular mimicry“ eine Autoimmunreaktion auslösen. Aufgrund struktureller Ähnlichkeiten der Oberflächenmoleküle eines Erregers und Proteinenbausteinen im zentralen oder peripheren Nervensystem kann es in seltenen Fällen zu einer Kreuzreaktion kommen. (mehr …)

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Fieber

Impfsicherheit

Prof. Dr. med. Mathias Mäurer

Chefarzt der Klinik für Neurologie und Neurologische Frührehabilitation, Standort Juliusspital, Klinikum Würzburg-Mitte gGmbH

Impfstoffe werden extrem sorgfältigen klinischen Prüfungen unterzogen. Das ist auch vernünftig, denn gerade bei Impfstoffen besteht eine niedrige Risikotoleranz, da in der Regel gesunde Erwachsene bzw. gesunde Kinder geimpft werden. Dementsprechend ist es auch mehr als unverantwortlich, wie gerade in Russland geschehen, einen Impfstoff ohne ausreichende klinische Prüfung zuzulassen, oder wie derzeit durch den amerikanischen Präsidenten praktiziert, die regulatorischen Behörden im Hinblick auf den Zulassungsprozess unter Druck zu setzen. (mehr …)

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Allgemeines zur Impfung

Prof. Dr. med. Mathias Mäurer

Chefarzt der Klinik für Neurologie und Neurologische Frührehabilitation, Standort Juliusspital, Klinikum Würzburg-Mitte gGmbH

Im Jahr 1796 unternahm der britische Landarzt Edward Jenner ein gewagtes Experiment: Ausgehend von der Beobachtung, dass Melkerinnen, die sich mit Kuhpocken (eine beim Menschen leicht verlaufende Rinderkrankheit, auch Melkerknoten genannt) infiziert hatten, nicht an den „echten“ Pocken (eine damals weitverbreitete Infektionserkrankung, an der etwa 30 % der Patienten starben) erkrankten, entnahm er Material aus einer Kuhpockenpustel an der Hand einer Milchmagd und impfte damit einen achtjährigen Jungen. Etwa sechs Wochen später exponierte Jenner den Jungen mit hochinfektiösem Pockeneiter – und der Junge erwies sich als immun. (mehr …)

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Impfung gegen COVID 19 – die Lösung eines Problems, aber nicht für alle?!

Prof. Dr. med. Mathias Mäurer

Chefarzt der Klinik für Neurologie und Neurologische Frührehabilitation, Standort Juliusspital, Klinikum Würzburg-Mitte gGmbH

Das Deutsche Ärzteblatt hat im Juli 2020 einen Artikel veröffentlicht, der mich aufhorchen ließ (Künftige-COVID-19-Impfung-Buerger-haben-Angst-vor-Nebenwirkungen). Demnach ist die Bereitschaft der Bürger in Europa, sich gegen SARS-CoV-2 impfen zu lassen, sobald die Impfung vorliegt, in den vergangenen Monaten deutlich gesunken. (mehr …)

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MS und Covid 19 – gibt es Neuigkeiten?

Prof. Dr. med. Mathias Mäurer

Chefarzt der Klinik für Neurologie und Neurologische Frührehabilitation, Standort Juliusspital, Klinikum Würzburg-Mitte gGmbH

Durch die erneut steigenden Infektionszahlen nach der Sommerpause, die Unsicherheiten, die mit den Schulöffnungen verbunden sind, und in Erwartung eines ungewissen Herbstes mit weiteren Infektionserkrankungen wie der Influenza ist die SARSCoV2 Pandemie erneut zu einem Thema geworden, das vielen Menschen Sorgen bereitet – COVID19 ist aktuell wieder sehr präsent. (mehr …)

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Ozanimod

Prof. Dr. med. Mathias Mäurer

Chefarzt der Klinik für Neurologie und Neurologische Frührehabilitation, Standort Juliusspital, Klinikum Würzburg-Mitte gGmbH

Seit dem 15. Juli 2020 ist mit Zeposia® (Wirkstoff: Ozanimod) ein neues Medikament zur Behandlung der schubförmigen multiplen Sklerose in den Apotheken zur Verfügung. Wobei festzuhalten ist, dass das Medikament zwar neu ist, es sich aber um ein bereits bekanntes Konzept handelt. Ozanimod gehört zur Klasse der sog. Sphingosin-1-phosphat (S1P)-Rezeptor-Modulatoren und hat somit den gleichen Angriffspunkt wie Fingolimod (Gilenya®), das schon seit 2011 zur Behandlung der schubförmigen MS zur Verfügung steht, und wie Siponimod (Mayzent®), das kürzlich zur Behandlung der aktiven sekundär chronisch progredienten MS (SPMS) zugelassen wurde. (mehr …)

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