Diagnose MS

Habe ich nicht doch etwas ganz anderes …

Prof. Dr. med. Mathias Mäurer

Chefarzt der Klinik für Neurologie und Neurologische Frührehabilitation, Standort Juliusspital, Klinikum Würzburg-Mitte gGmbH

Das ist eine häufige Frage, mit der insbesondere neu diagnostizierte Patienten zu uns ins Zentrum kommen. Die MS-Diagnose ist in der Regel ein ziemlicher Schock. Meist kommt sie auch ziemlich überraschend, denn die meisten Betroffenen sind bis zum Zeitpunkt der Diagnose ziemlich gesund gewesen. Da fällt es umso schwerer, eine Diagnose mit dieser Tragweite zu verarbeiten. Zur weiteren Verunsicherung trägt dann die Vielfalt der im Netz verfügbaren Informationen zur MS und möglichen Differentialdiagnosen bei – und nicht selten wird in Chatforen oder Blogs verschiedener Anbieter die Kompetenz von Neurologen angezweifelt und die Angst vor Fehldiagnosen geschürt. Im ungünstigsten Fall führt diese Verunsicherung zu Vermeidungsverhalten – man will es nicht wahrhaben und verfolgt die Vogel Strauß-Strategie. Viel besser ist es, bei Ängsten und Zweifeln hinsichtlich der Diagnose eine „zweite Meinung“ durch einen weiteren Experten einzuholen. (mehr …)

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