Tolebrutinib gehört zur Klasse der Bruton-Tyrosinkinase-Hemmer. Zuletzt schwächten negative Nachrichten die Hoffnung zu dem BTKi vor allem unter Menschen mit progredienter Multipler Sklerose. Professor Mathias Mäurer fasst im Interview Neues zu Tolebrutinib zusammen.
Mitte Dezember 2025 hatte der Hersteller bekannt gegeben, dass Tolebrutinib sein primäres Studienziel gegen primär progrediente Multiple Sklerose (PPMS) verfehlt hat. Er zog daher den Zulassungsantrag für Tolebrutinib für diese Patientengruppe bzw. Indikation zurück. Keine zehn Tage später gab es noch schlechtere Nachrichten: Die FDA (Food and Drug Administration der USA) wies den Zulassungsantrag für Tolebrutinib bei sekundär progredienter MS (SPMS) ebenfalls zurück.
- Was dies alles bedeutet,
- warum die Arzneimittelbehörde der USA den Zulassungsantrag trotz positiver Phase-3-Ergebnisse bei SPMS zurückgewiesen hat,
- wie Nebenwirkungen auf die Leber einzuordnen sind,
- ob, wann und unter welchen Bedingungen Tolebrutinib möglicherweise doch noch auf den Markt kommen könnte und
- wann dies in Europa und Deutschland der Fall sein könnte –
dazu spricht Professor Mathias Mäurer, Chefarzt der Neurologie am Klinikum Würzburg-Mitte und Autor von MS-Docblog, in diesem Interview. Außerdem erklärt er das Wirkprinzip der Bruton-Tyrosin-Kinase-Hemmer bei MS.




