Die BTKi zählen zu den Hoffnungsträgern in der MS-Community, sollen sie doch gezielt die schleichenden Anteile einer MS ansteuern und einbremsen. BTKi sind sehr kleine Moleküle, die direkt ins Gehirn gelangen und so, anders als etwa B-Zell-depletierende Therapien, neben der B-Zell-Modulation auch Mikroglia beeinflussen. Fenebrutinib gehört zu dieser Wirkstoffklasse. Professor Mathias Mäurer spricht im Video über Neues zu Fenebrutinib.
Das Besondere an Fenebrutinib ist, dass es nicht gegen Placebo oder ein eher schwach wirksames MS-Medikament getestet wurde, sondern gegen Ocrelizumab. Ocrelizumab ist ein Wirkstoff der Wirksamkeitskategorie 3 bei schubförmiger MS und bisher das einzige zugelassene Medikament für primär progrediente MS (PPMS), wobei es nur im Anfangsstadium zugelassen ist, nicht später, wenn bereits viele Nervenzellen untergegangen sind.
In dieser sogenannten Head-to-Head-Studie konnte Fenebrutinib mit Ocrelizumab mithalten, was die Verlangsamung der Behinderungsprogression bei primär progredienten Menschen mit MS angeht.
Professor Mathias Mäurer spricht in diesem Videointerview über
- die Phase-3-Studie,
- wie die Ergebnisse zu beurteilen sind,
- welche Nebenwirkungen bislang auftraten,
- wie Fenebrutinib eingesetzt werden könnte und
- wann frühestens Fenebrutinib in Europa zugelassen werden könnte.





Im dritten Absatz steht „Tolebrutinib“. Gemeint ist an der Stelle allerdings „Fenebrutinib“.