Prof. Dr. med. Mathias Mäurer

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Cannabis – wie ist der aktuelle Stand?

Vor kurzem waberte wieder die Diskussion um die Legalisierung von Cannabis (lat. für Hanf) durch die politischen Lager. Wenn sich Interessensgruppen für die Legalisierung von Cannabis aussprechen, wird in der Regel die Multiple Sklerose bemüht. Die mögliche Wirkung von Cannabis bei MS gilt dabei als wichtiges Pro-Argument.Ich möchte hier keine Diskussion darüber führen, was ich persönlich von der Legalisierung von Cannabis halte, und auch nicht darüber, ob es sinnvoll ist, Cannabis-Konsumenten zu kriminalisieren. Mir ist es aber ein Anliegen kurz auszuführen, welche Wirkungen MS-Patienten nach dem derzeitigem Stand von Cannabis(Präparaten) zu erwarten haben – vor diesem Hintergrund ergibt sich nämlich aus meiner Sicht überhaupt kein wesentlicher Mehrbedarf.

Cannabis ist die am häufigsten konsumierte illegale Droge – die Konsumenten schätzen die relaxierende (entspannende) Wirkung. Darüber hinaus ist auch eine sedierende (beruhigende) und antiemetische (Unterdrückung von Übelkeit und Brechreiz) Wirkung von Cannabis beschrieben, die sich die moderne Medizin derzeit zu Nutzen macht: Cannabispräparate werden bei Krebs- und AIDS Patienten zur Bekämpfung von Übelkeit und Appetitlosigkeit eingesetzt und besitzen hier eine unbestritten hilfreiche Wirkung.

Auch MS-Patienten berichten hin und wieder von der positiven Wirkung eines „Joints“ auf ihr Allgemeinbefinden – und, wenn vorhanden, auf eine spastische Tonuserhöhung/spastische Lähmung. Aufgrund dieser Beobachtung werden schon seit den 80iger Jahren Studien mit Cannabis bei MS durchgeführt. In der Regel wird für diese Studien eine orale Formulierung des Cannabinoids Tetrahydrocannabinol (THC) benutzt, das ein Hauptbestandteil der gepressten, harzreichen Teile der Hanfpflanze ist und vorrangig für die relaxierende, sedierende und antiemetische Wirkungen eines „Joints“ verantwortlich ist.

Eine der größten und bekanntesten Studien ist die sog. CAMS Studie, die im Jahr 2003 im renommierten Wissenschaftsmagazin „The Lancet“ von Prof. John Zajicek und Mitarbeitern veröffentlich wurde und die Wirkung von Cannabis bei immerhin über 600 Patienten in Großbritannien untersucht hat. Quintessenz der Studie war, dass kein signifikanter Unterschied zwischen den Patienten der Cannabis Gruppe und denen der Placebo Gruppe erzielt werden konnte. Die Studie war somit negativ. Dennoch kamen die Autoren zu dem Schluss, dass im Einzelfall Patienten profitiert hätten und propagierten, auch vom dem Hintergrund einer aus dem Tierexperiment vermuteten neuroprotektiven Wirkung, die weitere wissenschaftliche Bearbeitung des Themas „MS Therapie mit Cannabis“.

Daher wurde – ebenfalls in Großbritannien unter der Leitung von J. Zajicek – die sog. CUPID Studie durchgeführt, die den Effekt von Dronabinol (=THC) auf die chronisch progrediente Multiple Sklerose an fast 500 Patienten mit dieser Verlaufsform untersucht hat. Die Ergebnisse der Studie wurden 2013 in Lancet Neurology publiziert. Um es kurz zu machen –  die Studie hat keinen therapeutischen Effekt von Cannabis auf die chronisch progrediente MS gezeigt. Die Hoffnung eines neuroprotektiven Effektes von Cannabis konnte somit durch diese Studie nicht belegt werden.

Beachtenswert finde ich in diesem Zusammenhang übrigens auch eine kürzlich erschienene Arbeit (Romero, Neuroimage 2015), die mit Hilfe der MRT schädliche Wirkungen von regelmäßigem Cannabiskonsum bei MS-Patienten nachgewiesen hat und über eine Zunahme kognitiver Störungen und Veränderung der grauen Substanz berichtet. Man kann also bei aller Euphorie mancher Patienten auch schädliche Wirkungen von Cannabis nicht sicher ausschließen.

Übrig bleibt somit ein möglicher antispastischer Effekt von Cannabis, der die Grundlage für die Entwicklung von Sativex® (Nabiximols) war. Dieses Cannabispräparat ist mittlerweile aufgrund positiver Studien für die Spastikbehandlung bei MS zugelassen und auf Rezept (Betäubungsmittelrezept) erhältlich. Sativex ist ein Kombinationspräparat aus THC und Cannabidiol (CBD), eines Cannabinoids, das die psychoaktiven Wirkungen von THC partiell antagonisiert. Somit ist Sativex® deutlich besser verträglich als frühere Cannabis-Präparate auf der Basis von THC bei vergleichbarer antispastischer Potenz.

Wir beobachten mit Sativex teilweise gute therapeutische Wirkungen in der Spastikbehandlung von MS-Patienten, teilweise sehen wir aber auch überhaupt keine wesentlichen Effekte. Ich sehe daher Cannabis-Präparate derzeit als eine willkommene Ergänzung der antispastischen Therapie bei MS. Sie sind aber sicherlich – auch vor dem Hintergrund der bereits verfügbaren antispastischen Therapien – kein Durchbruch.

Somit denke ich, dass die Wirkung von Cannabis auf die Multiple Sklerose eigentlich ganz gut untersucht wurde und nach derzeitigem Erkenntnisstand (aus Sicht des MS-Therapeuten) kein extrem hoher Bedarf für eine Legalisierung besteht. Wenn es um diese Frage geht, ist die Multiple Sklerose kein wirklich gutes Argument.

Prof. Dr. med. Mathias Mäurer

Chefarzt der Klinik für Neurologie und Neurologische Frührehabilitation, Standort Juliusspital, Klinikum Würzburg-Mitte gGmbH

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28 Kommentare zu “Cannabis – wie ist der aktuelle Stand?

  1. Mein Vater wurde von Hirntumor märz 2016 diagnostiziert und seitdem haben wir Chemotherapie 3 Mal getan, aber der Krebs bleibt zurück. Wenige Monate zuvor hörte ich über Cannabisöl und seine heilende Wirkung und ich sourced das Cannabisöl aus Australien Ricksimpsonmedicaloil@outlook.com und mein Vater begann Behandlung sofort mit dem Cannabisöl, nach der Verwendung des Cannabisöls zur Behandlung zu der vorgeschriebenen Zeit verschreiben von Rick , Da war völlige Heilung und wie ich jetzt schreibe, kann mein Vater durch das Haus um sich selbst laufen, ohne sich von irgendjemandem zu unterstützen und wann immer er wählt.

    Grüße,
    Ambler Shannon

  2. habe CIDP (seltene neuroimmunolog. Erkrankung)die sich u.a. durch Parästhesien, Faszikulationen, leichte Spastik und v.a. durch starke Schmerzen auszeichnet (Prof. Mäurer Fehl-„Diagnose“: Simulant bzw. Psycho). Kenne Cannabis sehr gut aus Jugend, Studium, Beruf (Suchtprävention etc.)
    Sativex verbessert den Schlaf (insbes. die Traumaktivität), reduziert die Schmerzwahrnehmung, die Faszikulationen und vieles mehr. Insbesondere ist m.E. auf die antidepressive Wirkung hinzuweisen, die (bei mir)aber nur bei maßvoller Dosierung eintritt (2-3 Stöße abends).
    Wäre schon, wenn ein ideologie- und vermarktungslogikfreier Blick auch auf andere „Drogen“ wie LSD, Mescalin den Weg für deren Nutzung als ganzheitliche Medizin
    eröffnen würde; angesichts der Kapitalisierung des Gesundheitswesens (und der emotionalen / mentalen Begrenztheit der meisten Ärzte) bin ich da aber pessimistisch.

  3. Mein Vater wurde von Gehirnkrebs März 2016 diagnostiziert und seitdem haben wir Chemotherapie dreimal getan, aber der Krebs immer wieder. Vor einigen Monaten hörte ich über Cannabisöl und seine heilende Wirkung, und ich sourced das Cannabisöl von Australien Ricksimpsonmedicaloil@outlook.com und mein Vater begann Behandlung sofort mit dem Cannabisöl, nach dem Gebrauch des Cannabisöls für die Behandlung zur vorgeschriebenen Zeit, die durch Rick vorgeschrieben ist , Es war totale Heilung und wie ich jetzt schreibe, kann mein Vater das Haus selbst betreten, ohne Unterstützung von irgendjemandem zu haben und jederzeit auszugehen.

    Grüße,
    Steve Ashley

  4. Mein Vater wurde von Gehirnkrebs Juni 2016 diagnostiziert und seitdem haben wir für die Heilung gesucht. Vor ungefähr einigen Monaten hörte ich über Rick Simpson Cannabisöl und seine heilende Wirkung, und ich sourced diese Behandlung von den USA, die ich mit ihm auf email bei Ricksimpsonmedicaloil@outlook.com besprochen, bestellten wir die Cannabisölmedikation für meinen Vater, Anlieferung wurde innerhalb drei Tage gebildet . Wie ich jetzt schreibe, wurde mein Vater von BRAIN CANCER geheilt.
    Danke an Rick Simpson und seine guten Werke.

    Freundliche Grüße,
    Patricia Glück.

  5. hallo amsel,
    das ist doch nicht euer ernst hier!?
    ach, das ist sicher kein service von amsel, sondern von ms docblog gefaked… oder?
    Säcke!

  6. Die wichtigste Voraussetzung ist in diesem Fall alle wertvollen Eigenschaften der Pflanze zu erhalten – das Essen sollte nicht mehr als 45 Grad erhitzt werden. Vergessen Sie nicht, dass die peruanische maca eine stärkende Wirkung hat, weshalb von ihrer Rezeption in der Nacht am besten verlassen wird. Andernfalls kann es zu Angstzuständen und Schlaflosigkeit markiert werden. Wer könnte das besser die Verwendung von maca verlassen? Spezialisten rund um den Einsatz Sicherheit peruanischen maca Welt hat sich erwiesen, aber es gibt gewisse Einschränkungen, in der aus ihrer Nutzung aufgegeben werden sollte: Schwangerschaft; Intoleranz der Mitglieder der Substanzen Mohn. In allen anderen Fällen ist die Anlage absolut harmlos. Es ist notwendig, um Feedback von Leuten zu hören, die bereits versuchen, haben alle Möglichkeiten der peruanischen maca vorzustellen. Ich glaube nicht wirklich in Mittel für die Räume des Internet vorgeschlagen, sondern eher heikles Problem hat mich gezwungen, wirksame Abhilfe zu suchen, in seiner offenen Räumen ist. Probleme mit männlichen Gesundheit schien nicht so lange her, aber jeden Tag zu einem echten Test zu drehen begann. So fand ich eine peruanische maca, die, wenn auch nicht sofort, sondern schnell meine Probleme gelöst. Zur gleichen Zeit habe ich nicht über ihren eigenen Körper kümmern, da die Pflanze unschädlich ist und keine Nebenwirkungen . Ich bin eine sehr aktive Person, so dass für mich Sport-Klasse sind an der Tagesordnung.

  7. Meine Mutter wurde mit Brustkrebs diagnostiziert und sie war am Punkt des Todes mit Krebs der Brust in ihr Endstadium ist jetzt wieder lebendig und sie ist so gesund jetzt. Dank Rick Simspon Cannabisöl, dass wir bestellt über seine E-Mail: Ricksimpsonmedicaloil@outlook.com Das Cannabisöl wurde erfolgreich bei der Heilung der Brust meiner Mutter Brustkrebs innerhalb von 3 Monaten, wie er vorgeschrieben. Noch einmal möchte ich Rick Simpson für seine wunderbaren Cannabis Öl danken wir sind jetzt glückliche Familie mit meiner Mutter lebendig, stark und gesund.

    Freundliche Grüße,
    Scharon Fredrich.

  8. Helfen Sie mir feiern und danken dem wunderbaren Rick Simpson Cannabis Öl, das mein Vater geheilt wer oder eine seltene Art von Prostatakrebs als neuroendokrine Krebs bekannt diagnostiziert wurde, wurde die Cannabisöl bei der Heilung von neuroendokrinen Krebs innerhalb 3 Monate, es ist ein Wunder in der Tat erfolgreich eingesetzt, ich danke Gott, der Allmächtige für Rick Simpson, Sie sind ein Lebensretter retter~~POS=HEADCOMP.
    Sie können Kontakt Rick Simpson auf: Ricksimpsonmedicaloil@outlook.com

    Mit besten Grüßen,
    Mark Chasse

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